Liebe Schulgemeinde,

ich soll vom Team Martin Sträßer (Mitglied des Landtages in NRW) folgende Zwischennachricht übermittelt:

Am 12. Februar überreichte die Schülerin Felicitas Bajorat anlässlich des ‚Red Hand Day‘ gegen den Einsatz von Kindersoldaten über 200 von Kindern erstellte Blätter mit roten Händen an den Landtagsabgeordneten Martin Sträßer mit der Bitte, diese an den zuständigen Bundestags- und Europaabgeordneten weiterzuleiten.

Dieser Bitte ist er sehr gerne nachgekommen. Er nahm die Handabdrücke zunächst mit in den Landtag und hat sich auch selbst jede gemalte oder fotografierte Hand der Schüler, mit ihren teilweise individuellen Wünschen und Gedanken, angesehen.
Nun sind die roten Hände – coronabedingt per Post – auf dem Weg nach Berlin zu Peter Beyer, dem Bundestagsabgeordneten und Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung. Er wird so freundlich sein, diese Protest-Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten dann an den Europaabgeordneten für das Ruhrgebiet, Dennis Radtke, weiterzuleiten.

Herr Sträßer bedankt sich noch einmal ausdrücklich für diese ausgezeichnete Aktion der Gesamtschule Neviges gemeinsam mit terre des hommes und spricht insbesondere der Schülerin Felicitas Bajorat seinen Respekt für den Mut aus, persönlich diese Aktion der Öffentlichkeit vorzustellen.

Wir setzen ein Zeichen gegen Gewalt: Unsere 200 Handabrücke am Red Hand Day als Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Am 12. Februar versammelte sich bei uns an der Schule eine bunte Runde aus Politikern, Schüler*innen und Lehrer*innen, um die ausgedruckten roten Hände als Signal gegen den Einsatz von Kindersoldat*innen persönlich zu übergeben.  Frau Kanschat, stellv. Bürgermeisterin, und Herrn Lukrafka, Bürgermeister, sowie dem Landtagsabgeordneten Martin Sträßer sollen die roten Hände zur Weiterleitung an die Bundesregierung bzw. das Europaparlament mitgegeben werden.  Felicitas aus der Klasse 6a übergab stellvertretend für alle Schüler*innen den Stapel roter Hände an Herrn Sträßer. Für sie ist das ein besonderes Zeichen, denn ihr Stiefvater war selbst als Kindersoldat im Kosovo im Einsatz und von daher war es für sie selbstverständlich an der Aktion teilzunehmen, die sich an dem Leitbild unserer Schule „Miteinander leben – voneinander lernen – füreinander da sein“ orientiert. 

Herr Sträßer, Frau Kanschat, Felicitas, Herrn Lukrafka, Frau Sich (von links)

Wie kam es zu dieser Aktion an unserer Schule?

Trotz Lockdown sammelten unsere Schüler*innen des 5. und 6. Jahrgangs der Gesamtschule Velbert-Neviges am Mittwoch, 27. Januar 2021, an die 200 rote Handabdrücke, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Im Rahmen des „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ bereitete die Fachkonferenz Gesellschaftslehre für alle Schüler*innen ein Projekt zum Thema „Gewalt und Frieden“ vor. Im digitalen Unterricht informierten sich die Schüler über das Schicksal der Kindersoldat*innen, erstellten und fotografierten zu Hause ihre individuellen roten Handabdrücke und schickten sie an die Fachkonferenz. Die Schüler*innen zeigten sich sehr interessiert an der Thematik und setzten mit der Einsendung ihrer zahlreichen Handabdrücke ein Zeichen gegen aktuelle Gewalt an Kindern in der Welt.

Aber was ist eigentlich der Red Hand Day genau?

Frau Sich von der Organisation terre des hommes erläutert den Hintergrund:

Weltweit werden in bewaffneten Konflikten etwa 250.000 Kinder als Soldaten und Soldatinnen eingesetzt. In vielen Ländern rekrutieren sowohl nichtstaatliche Rebellengruppen als auch reguläre Armeen Kinder und Jugendliche. Der Red Hand Day ist der globale Aktionstag gegen den Einsatz von Kindern als Soldat*innen.

In diesem Jahr macht terre des hommes auf die Situation der Kinder aufmerksam, die durch den Islamischen Staat (IS) im Irak gezwungen wurden, als Kämpfer, Spione, Selbstmordattentäter oder Hilfskräfte zu dienen. Sie waren über Jahre einem unvorstellbaren Ausmaß an Gewalt ausgesetzt und viele wurden gezwungen, selbst Gewalt auszuüben und Menschen zu töten.

Mittlerweile wurde der IS zurückgedrängt, zahlreiche Kinder konnten befreit werden. Zukunftsperspektiven und Unterstützung erhalten die meisten jedoch nicht. Stattdessen landeten viele im Gefängnis. Kinder sind Opfer, keine Täter, sie brauchen Schutz, Unterstützung und Rehabilitierung, um ihren Weg in eine gewaltfreie Zukunft zu finden. Entsprechende Programme wie Traumatherapien oder Bildungsmaßnahmen sollten verstärkt durch die Bundesregierung gefördert werden.

Digital kann jeder unter dem Hashtag #RedHandDay unsere Forderung:

Stoppt den Einsatz von Kindern als Soldat*innen! unterstützen.

Weitere Informationen dazu auf www.tdh.de/redhandday